Die PIRATEN machen die Demokratie kaputt

Auf dem Landesparteitag 2013.1 in Oppenheim haben wir folgenden (hier stark gekürzten) Antrag angenommen:

Die Piratenpartei setzt sich daher für die Abschaffung einer Altersgrenze zur Wahlberechtigung ein und fordert das Wahlrecht ab Geburt.

Nicht wenigen Menschen bewirkt dieser Satz, dass die Aorta circa 150% mehr Blut durch den Körper transportieren muss als dies normalerweise der Fall ist. Oder um es noch polemischer zu umschreiben: „Da kriesch isch Herz und Blutdruck uff e mo!“. Kurz darauf möchte man dann diskutieren, warum es besser sein soll, aus der Europäischen Union auszusteigen.

Da darf man sich durchaus Fragen, wer hier denn eigentlich wählen sollen dürfte und wer nicht.

Einen netten Einwurf brachte @CarpeTempus_:

Außerdem: Wahlrecht ab Geburt = Proxyvoting. Das ist Scheindemokratie – nein danke.

Hier stellt sich also die Frage, bis wann Kinder von den Eltern in dem Maße abhängig sind, dass sie tatsächlich Proxywähler sind und vor allem: WARUM sind Kinder Proxywähler?

Natürlich sind Kinder „Opfer“ ihrer Umstände. Da zählt an vorderster Front das Elternhaus. Arm, reich, wohlbehütet oder vernachlässigt.

Wer gut behütet aufgewachsen ist und seinen Eltern vertraut, wird auch mit 18 noch die elterliche Präferenz wählen. Aus Vertrauen eben. Genauso wird das wohl heutzutage ein 14-jähriger machen.

Aber die spannendste Frage ist doch, wieso wählt ein Kind wie die Eltern? Vertrauen? Bestimmt. Aber der große und wichtigste Punkt ist folgender: Mangelnde oder komplett fehlende politische Bildung in der Schule.

Wer lernt denn heutzutage worin sich Parteien unterscheiden? Welche Folgen die Lösungen von Partei A, B und C wertneutral haben? Da werden wir einen sehr geringen und überschaubaren Prozentsatz haben.

In der aktuellen politischen Berichterstattung der Medien wird gerade wieder die verkehrte Kinder- und Familienpolitik der Bundesregierung – oder die von Kristina Schröder als Ministerin – durch das Volk getrieben. Aber warum ist das so?

Da könnte man natürlich durchaus darauf kommen, dass Familien und Kinder keine große Wählerschaft besitzen und daher auch keine wirkliche Lobby haben. Was passiert aber, wenn Kinder wählen dürfen? Politisch informierte Kinder!

 

Und dann, sind da ja noch diejenigen, die sagen das fünf Jahre alte Kinder gar nicht politisch gebildet genug sind. Das mag in fast allen Fällen auch stimmen, aber wisst ihr was auch stimmt? Das Kinder alleine in die Wahlurne gehen müssen, dort alleine ihr Kreuz machen, den Wahlzettel alleine Falten und alleine in die Wahlurne schmeißen müssen. Ohne Rückkontrolle der Eltern. Man darf also durchaus davon ausgehen, dass die absolute und relevante Mehrheit aller Kinder die von ihrem Wahlrecht gebrauch machen werden und dies auch wollen, nicht auf Druck ihrer Eltern wählen geht.

 

Man stelle sich nur vor, wie Deutschland aussehen könnte, wenn Kinder/Jugendliche wählen könnten in Bezug auf Umweltthemen, Neuverschuldung, Bildung und Nachhaltigkeit.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Rechthaber

Hier bekommen Sie ihr Recht !

Die Kinderfresser-Bar

Just another WordPress.com site

Enavigo`s Blog

Erstaunlich - wie Worte von Gedanken abweichen...

Lhurgoyfina

Pirat. Optimist. Idealist. Naiv genug zu glauben, wir können die Welt besser machen.

gruppenkuscheln

Just another WordPress.com site

Herbert Förster's Blog

Klar machen zum Ändern

piraten.raum

geistige ergüsse zu vermieten.

The WordPress.com Blog

The latest news on WordPress.com and the WordPress community.

%d Bloggern gefällt das: