Quo vadis, Piraten?

Reise, Reise, Seemannreise,

jeder tut’s auf seine Weise

(Rammstein, Reise Reise)

 

Direkte Demokratie ist schmerzhaft. Sehr schmerzhaft. Das lernen die Piraten seit nun sieben Jahren jeden Tag. Direkte Demokratie ist anstrengend, manchmal lässt sie verbittern, auch frustriert sie oft, aber trotzdem ist es das Beste was uns widerfahren konnte.

Wir wollen diese Diskussion, weil wir dadurch unsere eigenen Positionen und Denkweisen hinterfragen müssen. Ist der Fakt, wirklich ein Fakt oder lese ich das immer zwischen den Zeilen heraus? Habe ich eine Quelle für meine Behauptungen oder habe ich mir da etwas über Jahre zusammen gereimt? Nur weil man etwas lange behauptet, wird es eben nicht Realität. So einfach ist das.

Schmerzhaft für eine anständige Diskussionskultur sind und bleiben allein Trolle, aber die Lösung ist dazu gleichzeitig ganz einfach: Ignorieren. Auch hier: schmerzhafte Erfahrung, aber das hilft eben auch im „außerpiratischen“ Leben. Die Mailinglisten und Foren der Piratenpartei stellen keine Aussagen dar. Das sollte uns immer bewusst bleiben. Don’t feed the trolls.

 

Nun lassen wir also die Trolle hinter uns, wir lernen die direkte und schmerzhafte Demokratie lieben und diskutieren trotzdem noch einmal wochenlang, welche Strategie wir uns zur Bundestagswahl 2013 zu eigenen machen. Dabei ist der Ausweg mal wieder viel einfacher, als wir es uns machen: Wir erstellen in einer Arbeitsgruppe verschiedene Strategien und Designs. Danach lassen wir den Bundesparteitag darüber abstimmen. Eins, zwei oder drei. Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn die Wahlergebnisse kommen. Oder so ähnlich.

Wir haben die sensationelle Chance, dass jeder Pirat die Themen die ihm wichtig sind, an Infoständen oder bei Podiumsdiskussionen in den Fokus rückt. Wir brauchen nicht das eine Thema, natürlich wollen wir weiter Transparenz, Datenschutz und Freiheit statt Angst im Fokus der Menschen behalten, allerdings kann jeder Pirat auf einer gültigen Beschlusslage ihm wichtige Themen pushen. Direkt beim Wähler.

Wir machen uns das Leben im Moment selbst schwer. Dabei brauchen wir das nicht. Wir müssen nur an uns selbst glauben und die Trolle gehen früher oder später von alleine.

Was nach wie vor aber wichtig ist, wir brauchen einen Vorstand, der sich an die Beschlusslage hält. Hieran sollten wir arbeiten, genauso wie die Basis daran arbeiten sollte, einen Vorstand nicht drei Millionen mal zu dem gleichen Thema zu kritisieren. So hält man eigentlich gute Leute nicht an vorderster Front obwohl wir das gut gebrauchen könnten, denn die Realität sieht nun einmal so aus, dass Menschen keine Partei wählen, bei denen man die Menschen „hinten dran“ nicht kennt. Zumindest „gefühlt kennt“.

Wenn wir uns also alle wieder zusammenreißen, am gleichen Strang ziehen, in die gleiche Richtung laufen und an unser Ziel glauben, dann wuppen wir die Bundestagswahl 2013 ohne Probleme, selbst wenn wir an der 5% Hürde „scheitern“ sollten. 2017 wird ja wieder gewählt. Neue Chance, neues Glück.

 

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